Kategorie: Hinter den Kulissen

Behind-the-scenes Einblicke in KAIonAI: wie Songs entstehen, wie Tools gebaut werden, wie die Arbeit wirklich aussieht.

  • Song für die Weihnachtsfeier: euer Jahr als Lied

    Ein Song für die Weihnachtsfeier erzählt das Jahr eures Teams als Lied. Die Projekte, den Umzug, die Neuen, die Abschiede und die Panne, über die alle noch lachen. Ich bin Kai, Musiker aus Hamburg. Ich schreibe solche Songs mit KI-Werkzeugen und bearbeite jeden selbst.

    Hier erkläre ich, was in die Geschichte gehört, welches Paket für eine Firmenfeier passt und bis wann du bestellen solltest. Die wichtigsten Punkte für Firmen stehen auch auf der Seite Song für die Betriebsfeier.

    Warum ein Song statt Rede oder Präsentation

    Auf den meisten Weihnachtsfeiern gibt es eine Rede. Jemand blickt zurück, zählt Projekte auf und bedankt sich. Das gehört dazu, aber nach dem Essen weiß kaum noch jemand, was gesagt wurde. Eine Präsentation mit Fotos funktioniert besser. Sie bleibt trotzdem ein Rückblick, den man sich anschaut.

    Ein Song funktioniert anders. Die Leute hören ihre eigenen Namen, den Spruch aus der Montagsrunde, die Geschichte vom Umzug. Sie lachen an derselben Stelle. Ein Refrain bleibt leichter im Kopf als eine Folie.

    Der Song ersetzt die Rede nicht. Er passt gut direkt danach, als Abschluss des Rückblicks.

    Was in die Geschichte gehört

    Der Song wird so gut wie die Geschichte, die du mir schickst. Sammle vorher im Team, was euer Jahr ausgemacht hat. Diese Punkte eignen sich gut:

    • Projekte: Was habt ihr geschafft? Was hat länger gedauert als gedacht?
    • Umzug oder Umbau: neue Räume, neue Wege, das Durcheinander in der ersten Woche.
    • Neue im Team: Wer ist dazugekommen, und was hat sich dadurch verändert?
    • Abschiede: Wer ist gegangen oder in den Ruhestand gewechselt?
    • Pannen: der Drucker, der nie lief, die Videokonferenz mit Katze im Bild.
    • Sprüche: der Satz, den eine Person immer sagt, das Wort, das bei euch jeder versteht.

    Du musst nicht alles unterbringen. Drei bis fünf starke Bilder tragen einen Song besser als zwanzig Stichpunkte. Im Formular hast du für die Geschichte bis zu 2000 Zeichen.

    Ein ausgedachtes Beispiel

    So könnte eine Geschichte aussehen. Das Team und alle Details sind frei erfunden: Ein Büro mit vierzehn Leuten zieht im März in neue Räume. Zwei Wochen lang gibt es in der Küche kein WLAN. Im Sommer kommen drei Neue dazu, im Herbst geht Renate nach 25 Jahren in den Ruhestand. Ihr Satz bei jedem Problem: „Das kriegen wir schon hin.“ Aus so einem Satz kann ein Refrain werden.

    Was nicht in die Geschichte gehört

    Schreib nur auf, was das Team weitergeben darf und was alle auf der Feier hören dürfen. Keine sensiblen Daten über einzelne Personen, also nichts über Gesundheit, private Probleme, Gehälter oder Konflikte. Wenn du unsicher bist, ob jemand namentlich vorkommen möchte, frag kurz nach oder lass den Namen weg. Ein Song soll niemanden bloßstellen. Die Pointe funktioniert auch ohne.

    Welches Paket für die Firmenfeier passt

    Für eine Firmenfeier empfehle ich Besonders. Der Grund sind die Nutzungsrechte.

    • Besonders, 59,90 €: ein vollständig individueller Song mit meinem persönlichen Feinschliff, als MP3 und WAV, mit zwei Korrekturschleifen und kommerziellen Nutzungsrechten. Die Lieferung dauert 48 bis 72 Stunden. Damit dürft ihr den Song auch dann verwenden, wenn er nicht nur privat läuft.
    • Meisterstück, 99,90 €: drei Versionen plus Revision, MP3, WAV und Instrumental-Stems, dazu exklusive, uneingeschränkte Nutzungsrechte inklusive der Stems. Lieferung ebenfalls in 48 bis 72 Stunden. Mit den Stems kann euer Team den Song selbst singen: Die Begleitung läuft, ihr singt.
    • Personal, 29,90 €: ein individuell produzierter Song als MP3 und WAV mit einer Korrekturschleife, in der Regel innerhalb von 48 Stunden. Personal enthält aber nur das private Nutzungsrecht. Für einen Song, den eine Firma bestellt und auf ihrer Feier spielt, nimm deshalb Besonders oder das Meisterstück.

    Alle Preise sind Endpreise. Gemäß § 19 UStG wird keine Mehrwertsteuer berechnet, und es gibt kein Abo. Was genau in den Paketen steckt, habe ich hier ausführlich beschrieben: Was kostet ein personalisierter Song?

    Bestell spätestens eine Woche vor der Feier

    Die Lieferung dauert bei Besonders und beim Meisterstück 48 bis 72 Stunden. Trotzdem gilt für Firmenfeiern: Bestell spätestens eine Woche vorher. Dann bleibt Zeit, den Song in Ruhe zu hören, Korrekturen zu schicken und die Technik vor Ort zu testen. Beim Meisterstück hat das Team außerdem ein paar Tage zum Üben.

    Ein Rechenbeispiel: Eure Weihnachtsfeier ist am 12.12. Dann bestellst du spätestens am 05.12. Früher geht natürlich auch.

    Wie es nach der Bestellung weitergeht, steht hier: Was passiert, nachdem du mir deine Geschichte schickst.

    So setzt ihr den Song auf der Feier ein

    • Abspielen: Ein guter Moment ist direkt nach der Rede oder nach dem Essen, wenn alle sitzen. Testet Lautsprecher und Lautstärke vorher im Raum. Wenn ihr einen Beamer habt, zeigt den Text mit, dann können alle mitlesen.
    • Mitsingen: Mit dem Meisterstück bekommt ihr die Instrumental-Stems. Ein paar Freiwillige proben vorher, auf der Feier singt das ganze Team den Refrain mit.
    • An alle schicken: Schickt die MP3 nach der Feier an alle im Team. Dann ist der Song auch für die da, die an dem Abend nicht dabei sein konnten.

    Nicht nur zu Weihnachten

    Dasselbe funktioniert beim Sommerfest, beim Firmenjubiläum oder wenn jemand in den Ruhestand geht. Beim Abschied steht eine Person im Mittelpunkt: ihre Jahre im Team, ihre Eigenheiten, was den anderen fehlen wird. Frist und Paketwahl bleiben gleich. Alle Infos für Firmen und Teams findest du auf der Seite zur Betriebsfeier.

    Wie die Songs klingen, hörst du in den Hörproben auf kaionai.com.

    So bestellst du

    Im Bestellformular wählst du als Anlass „Firma & Team“. Dann beschreibst du eure Geschichte und wählst das Paket. Optional kannst du eine eigene Aufnahme hochladen, als MP3, WAV oder M4A bis 50 MB. Der Link führt direkt zum Formular mit Besonders: Song für eure Feier bestellen.

    Und falls der Song nicht passt: Es gibt eine Zufriedenheitsgarantie. Wenn du nach den enthaltenen Revisionen nicht zufrieden bist, sprechen wir direkt miteinander und finden eine Lösung.

    Häufige Fragen

    Bis wann müssen wir bestellen?

    Spätestens eine Woche vor der Feier. Ist eure Feier am 12.12., bestellst du bis zum 05.12.

    Welches Paket brauchen wir als Firma?

    Ich empfehle Besonders, weil es kommerzielle Nutzungsrechte enthält. Personal hat nur das private Nutzungsrecht. Wenn ihr den Song selbst singen wollt, nehmt das Meisterstück.

    Können wir den Song selbst singen?

    Ja, mit dem Meisterstück. Es enthält die Instrumental-Stems, also die Begleitung ohne Gesang in einzelnen Spuren. Darauf singt euer Team selbst.

    Entsteht der Song mit KI?

    Ja. Text und Musik entstehen mit KI-Werkzeugen. Ich lese jede Geschichte, bearbeite Text und Stil, höre mir die Ergebnisse an und verwerfe, was nicht passt. Bei Besonders und beim Meisterstück gibt es zusätzlich meinen persönlichen Feinschliff.

  • Was kostet ein personalisierter Song? Die Pakete ehrlich erklärt

    Ein personalisierter Song kostet bei KAIonAI 29,90 €, 59,90 € oder 99,90 €. Das sind Endpreise. Gemäß § 19 UStG wird keine Mehrwertsteuer berechnet, und es gibt kein Abo. Du zahlst einmal für einen Song.

    Hier erkläre ich, was in den drei Paketen steckt, für wen welches passt und was in den Preis einfließt. Auch, warum ein persönlicher Song bei mir nicht mehr kostet.

    Die drei Pakete im Überblick

    PersonalBesondersMeisterstück
    Preis29,90 €59,90 €99,90 €
    DateienMP3 & WAVMP3 & WAVMP3, WAV & Instrumental-Stems
    Korrekturen1 Korrekturschleife2 Korrekturschleifen3 Versionen + Revision
    Feinschliff durch Kai–jaja
    Kommerzielle Nutzungsrechte–jaexklusiv und uneingeschränkt, inkl. Stems
    Lieferungin der Regel innerhalb von 48 Std.48–72 Std.48–72 Std.

    Personal: 29,90 €

    Personal ist ein individuell produzierter Song. Text und Musik sind auf deine Geschichte zugeschnitten. Du bekommst den Song als MP3 und WAV, mit einer Korrekturschleife. Die Lieferung kommt in der Regel innerhalb von 48 Stunden.

    Für wen passt Personal?

    Für die meisten privaten Geschenke. Geburtstag, Jahrestag, ein Dankeschön. Wenn du eine klare Geschichte hast und den Song im Familien- oder Freundeskreis verschenkst, brauchst du in der Regel nicht mehr.

    Zum Beispiel könnte ein Song zum 40. Geburtstag deiner Schwester von eurem gemeinsamen Kinderzimmer erzählen, von ihrem ersten Auto und von dem Satz, den sie immer sagt, wenn etwas schiefgeht. Das ist eine klare Geschichte mit wenigen, starken Bildern. Dafür ist Personal gemacht.

    Besonders: 59,90 €

    Besonders enthält alles aus Personal und dazu drei Dinge: meinen persönlichen Feinschliff, eine zweite Korrekturschleife und kommerzielle Nutzungsrechte. Die Lieferung dauert 48 bis 72 Stunden.

    Für wen passt Besonders?

    Für Anlässe, bei denen viel zusammenkommt. Zum Beispiel eine Hochzeit, bei der mehrere Menschen, Orte und Geschichten in einem Song vorkommen sollen. Oder wenn du schon weißt, dass dir jedes Detail wichtig ist und du gern zweimal nachjustierst.

    Die kommerziellen Nutzungsrechte sind wichtig, wenn der Song nicht nur privat läuft. Zum Beispiel könnte ein kleines Unternehmen den Song in einem Video zum Firmenjubiläum verwenden wollen.

    Meisterstück: 99,90 €

    Das Meisterstück ist das größte Paket. Du bekommst drei Versionen plus Revision, die Dateien als MP3 und WAV und zusätzlich die Instrumental-Stems. Dazu kommen exklusive, uneingeschränkte Nutzungsrechte inklusive der Stems. Die Lieferung dauert 48 bis 72 Stunden.

    Was sind Instrumental-Stems?

    Stems sind die einzelnen Spuren der Begleitung, getrennt voneinander. Damit kann jemand den Song neu abmischen, einzelne Instrumente leiser machen oder ihn als Grundlage für eine eigene Fassung nutzen.

    Für wen passt das Meisterstück?

    Wenn du zwischen mehreren Richtungen wählen willst, weil du dir beim Sound noch nicht sicher bist. Wenn du mit dem Song weiterarbeiten willst, zum Beispiel in einem Video oder auf einer Bühne. Oder wenn du die Rechte vollständig haben möchtest.

    Was eine Korrekturschleife ist

    Du hörst den Song und sagst mir, was nicht passt. Ein Name ist falsch betont, eine Zeile trifft nicht, was du gemeint hast. Dann bessere ich nach. Das ist eine Korrekturschleife. Bei Personal gibt es eine, bei Besonders zwei, beim Meisterstück drei Versionen plus Revision.

    Mein Tipp: Hör den Song zwei-, dreimal in Ruhe und sammle alle Punkte, bevor du sie schickst. Dann lässt sich alles in einem Durchgang umsetzen.

    Was in den Preis einfließt

    Ich sage es offen: Text und Musik entstehen mit KI-Werkzeugen. Das ist der Hauptgrund, warum ein persönlicher Song bei mir 29,90 € kosten kann. Ohne diese Werkzeuge bräuchte es Studiozeit, Musiker und Sänger für jeden einzelnen Song. Das wäre für ein Geburtstagsgeschenk kaum bezahlbar.

    Die Werkzeuge machen die Arbeit aber nicht allein. Im Preis steckt vor allem Zeit:

    • Die Geschichte lesen. Ich lese, was du geschrieben hast, und suche die Details, um die sich der Song dreht.
    • Text und Stil. Ich bearbeite den Text, wähle Stimmung und Sound und brauche oft mehrere Versuche.
    • Hören und auswählen. Ich bin Musiker aus Hamburg und spiele Piano, Bass und Gitarre. Ich höre, wenn ein Arrangement nicht stimmt, und verwerfe, was nicht passt.
    • Korrekturen. Jede Korrekturschleife ist noch einmal Arbeit an deinem Song.

    Der Preisunterschied zwischen den Paketen ergibt sich daraus. Mehr Korrekturschleifen, mein persönlicher Feinschliff, mehrere Versionen und die Stems bedeuten mehr Arbeit. Dazu kommen die Nutzungsrechte.

    Wie der Ablauf nach der Bestellung genau aussieht, habe ich hier beschrieben: Was passiert, nachdem du mir deine Geschichte schickst.

    So entscheidest du dich

    • Privates Geschenk, klare Geschichte: Personal.
    • Viele Details, mehr Spielraum für Änderungen oder Nutzung über den privaten Rahmen hinaus: Besonders.
    • Mehrere Versionen zur Auswahl, Stems, volle Rechte: Meisterstück.

    Wenn du unsicher bist, fang mit der Frage an, wo der Song laufen soll. Bleibt er in der Familie, reicht meist Personal. Soll er auf einer Veranstaltung, in einem Video oder auf einer Bühne laufen, schau dir Besonders oder das Meisterstück genauer an.

    Im Bestellformular wählst du das Paket erst gegen Ende. Vorher gibst du Anlass, Person, Stimmung, optional den Sound und deine Geschichte an. Die Geschichte ist Pflicht und darf bis zu 2000 Zeichen lang sein. Optional kannst du eine eigene Aufnahme hochladen, als MP3, WAV oder M4A bis 50 MB. Danach folgen Name, E-Mail und die Zahlung über Stripe.

    Was, wenn der Song nicht passt?

    Dafür gibt es eine Zufriedenheitsgarantie. Wenn du nach den enthaltenen Revisionen nicht zufrieden bist, sprechen wir direkt miteinander und finden eine Lösung.

    Erst reinhören

    Bevor du dich für ein Paket entscheidest, hör dir an, wie die Songs klingen. Beispiele findest du auf kaionai.com und in der YouTube-Playlist.

    Häufige Fragen

    Kommen noch Kosten dazu?

    Nein. Die Preise sind Endpreise. Gemäß § 19 UStG wird keine Mehrwertsteuer berechnet.

    Ist das ein Abo?

    Nein. Du bezahlst einmal für einen Song. Es verlängert sich nichts.

    Wie lange dauert es?

    Bei Personal in der Regel innerhalb von 48 Stunden. Bei Besonders und Meisterstück 48 bis 72 Stunden.

    Warum ist ein persönlicher Song so günstig?

    Weil Text und Musik mit KI-Werkzeugen entstehen. Ich bearbeite das Ergebnis und bezahle keine Studiozeit für jeden Song. Das gebe ich im Preis weiter.

    Wenn du weißt, welches Paket zu dir passt: Hier geht es zur Bestellung.

  • Sechs Versionen, ein Musikvideo: Was mich Jims „Alte Schule“ über KI-Videoproduktion gelehrt hat

    Jims Musikvideo zu „Alte Schule“ ist fertig. Freigegeben, abgehakt, fertig zum Hochladen. Aber „fertig“ fühlt sich nach sechs Versionen anders an als beim ersten Rohschnitt.

    Ich beschäftige mich seit einigen Jahren ernsthaft mit KI-Tools, aber Videoproduktion mit KI ist nochmal eine andere Liga als Songtexte oder Bilder. Was mich dabei zunehmend nervt und was tatsächlich gut funktioniert hat, will ich hier ehrlich aufschreiben – nicht das polierte „So einfach geht’s“-Narrativ, sondern was wirklich passiert ist.

    Kurz zusammengefasst: Aiqoras KI-Video-Tool hat aus Jims Song „Alte Schule“ automatisch ein komplettes Musikvideo generiert – mit Lipsync-Fehlern an Instrumentalstellen, Geisterbild-Effekten bei Kreuzblenden und Bewegungsfehlern, die erst bei genauer Frame-für-Frame-Prüfung auffielen. Nach sechs Korrekturrunden mit lokalen Nachbesserungen (Referenzbild → KI-Keyframe → KI-Videoclip) ist das Video jetzt fertig und freigegeben.

    Der Ausgangspunkt

    Jim ist einer unserer KI-Artists bei KAIonAI – Polier auf dem Bau, Hobbymusiker, Best-Ager-Charakter. „Alte Schule“ ist sein erster Song. Für das Musikvideo habe ich den Aiqora Cinema Agent genutzt, der aus Songdatei und Charakterreferenz automatisch ein komplettes Musikvideo baut – Szenenaufteilung, Lipsync, alles.

    Das Ergebnis nach dem ersten Durchlauf: 40 von 44 Szenen brauchbar. Klingt gut. War es aber nicht ganz.

    Das Problem mit Lipsync, das ich nicht kommen sah

    Aiqora synct Jims Mund automatisch zum Gesang. Praktisch – bis der Algorithmus glaubt, an Stellen Lipsync zu brauchen, wo im Song gar nicht gesungen wird. Zwei Chorus-Szenen zeigten Jim, wie er stumm ins Bild redet, während tatsächlich eine instrumentale Wiederholung läuft. Wirkt sofort falsch, auch wenn man den Grund nicht sofort benennen kann.

    Das Nervige dabei: Aiqoras API erlaubt es nicht, ein bestehendes Projekt zu öffnen und einzelne Segmente neu zu generieren. Nur eigenständige Einzel-Tools, kein Zugriff auf das laufende Projekt. Also musste ich lokal reparieren – Referenzbild von Jim, Keyframe über ein Bildmodell, daraus ein kurzer Videoclip, und den dann exakt an der richtigen Stelle ins bestehende Video einbauen.

    Hat funktioniert. Hat aber auch gezeigt, wie viel Handarbeit hinter „KI macht das Video“ wirklich steckt, sobald man nicht mit der ersten Ausgabe zufrieden ist.

    Die Sache mit den Geisterbildern

    Der zweite Lerneffekt kam später, und der war subtiler. Ich hatte an den Schnittstellen zwischen den ausgetauschten Szenen kurze Kreuzblenden gesetzt – klingt nach der sauberen Lösung. War es nicht.

    Bei kurzen Blenden zwischen sehr unterschiedlich belichteten Szenen (zum Beispiel ein dunkles Porträt direkt vor eine helle Gegenlicht-Szene) entsteht für einen Sekundenbruchteil ein Doppelbelichtungs-Effekt, der wie ein Bildfehler aussieht. Ist technisch keiner – aber es wirkt kaputt.

    Am Ende habe ich systematisch alle 28 Szenenübergänge im ganzen Video durchgeprüft, nicht nur die gemeldeten Problemstellen. Fast jede Kreuzblende zeigte denselben Effekt. Die Lösung war simpel, aber unbequem einzusehen: bei einem schnellen 116-BPM-Rocksong sind kurze Kreuzblenden ohnehin unüblich. Harte Schnitte passen besser zum Tempo. Am Ende habe ich das komplette Video auf harte Schnitte umgestellt – kein Sonderfall mehr an ein paar Stellen, sondern ein einheitliches Prinzip.

    Warum ein Frame pro Szene nicht reicht

    Der dritte Punkt hat mich am meisten überrascht. Bei der Qualitätskontrolle hatte ich zunächst jeweils ein Einzelbild pro Szene geprüft. Reicht nicht.

    An einer Stelle lag mein Stichprobenbild zufällig kurz nach dem eigentlichen Problem – die ersten anderthalb Sekunden der Szene zeigten Jim noch mit weit offenem Mund singend in die Menge, bevor die Szene zur eigentlich unproblematischen Einstellung wechselte. Erst als ich anfing, mehrere Frames pro Sekunde statt Einzelbilder zu prüfen – quasi einen Filmstreifen statt eine Momentaufnahme –, ist mir das aufgefallen.

    Das ist die Art Fehler, die man nur findet, wenn man wirklich hinschaut, nicht nur stichprobenartig durchklickt.

    Was am Ende geblieben ist

    Sechs Versionen später: Jim trägt durchgehend die richtige Kleidung, niemand singt stumm ins Bild, alle Übergänge sind sauber, die Gesamtlänge stimmt exakt mit dem Song überein. Das Video ist jetzt freigegeben und geht bald auf YouTube.

    Was ich mitnehme: KI-Videogenerierung liefert heute erstaunlich gute erste Entwürfe. Aber „erster Entwurf“ ist der richtige Erwartungswert, nicht „fertiges Produkt“. Wer bei der ersten Ausgabe stehenbleibt, übersieht Lipsync-Fehler, Geisterbilder und Bewegungsartefakte, die im fertigen Video sofort als „irgendwas stimmt hier nicht“ auffallen, auch wenn niemand genau sagen kann, was.

    Häufige Fragen zu KI-Musikvideos

    Warum entstehen bei KI-generierten Musikvideos Lipsync-Fehler?

    Weil Tools wie Aiqora automatisch Mundbewegungen zu jedem Song-Abschnitt syncen – auch dort, wo im Song eigentlich niemand singt, sondern nur ein Instrumentalpart läuft. Ohne wortgenaues Timing kann die KI diese Passagen nicht zuverlässig erkennen.

    Warum wirken Kreuzblenden in KI-Musikvideos manchmal wie Bildfehler?

    Weil kurze Kreuzblenden zwischen stark unterschiedlich belichteten Szenen für einen Sekundenbruchteil einen Doppelbelichtungs-Effekt erzeugen. Bei schnellen Songs mit vielen Szenenwechseln wirkt das wie ein Geisterbild, obwohl technisch nichts falsch berechnet wurde – harte Schnitte sind hier oft die bessere Wahl.

    Wie viele Korrekturrunden braucht ein KI-Musikvideo realistisch?

    Bei „Alte Schule“ waren es sechs komplette Versionen, bis Lipsync-Fehler, Bildartefakte und Übergänge sauber waren. Der erste automatisch generierte Entwurf sollte als Ausgangspunkt verstanden werden, nicht als fertiges Ergebnis.

    Kurze Ankündigung zwischendurch

    Christina, nach Bay, Frieda und Jim unsere vierte KI-Artist-Stimme bei KAIonAI, bekommt am Freitag, 21. August, um 8 Uhr gleich zwei neue Songs: „Hamburg, fünfzig und frei“ und „Second Wind“.

    Cover des Songs Hamburg, fünfzig und frei von Christina
    Cover des Songs Second Wind von Christina

    Mehr dazu, sobald die Songs draußen sind.

  • Was passiert, nachdem du mir deine Geschichte schickst

    Was passiert, nachdem du mir deine Geschichte schickst

    Jemand füllt das Formular aus. Wählt „Hochzeit“ oder „Danke sagen“ oder „Etwas anderes“. Schreibt drei, vier Sätze über einen Menschen, der ihm wichtig ist. Klickt auf „Song bestellen“.

    Und dann?

    Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird – meistens bevor überhaupt eine Bestellung reinkommt. Was passiert eigentlich mit meiner Geschichte, nachdem ich sie abgeschickt habe? Macht das eine Maschine allein? Oder liest da wirklich jemand mit?

    Deshalb zeige ich hier mal komplett offen, was zwischen deinem Klick und der fertigen Song-Datei passiert.

    Schritt 1: Die Bestellung

    Das Bestellformular auf kaionai.com/bestellung, in dem der Anlass für den Song ausgewählt wird

    Alles startet auf kaionai.com/bestellung. Kein Konto, kein Abo, keine zwanzig Formularfelder. Du wählst den Anlass, für wen der Song ist – und dann kommt der wichtigste Teil: die Geschichte.

    Genau hier entscheidet sich, wie gut der Song wird. Nicht die Technik dahinter. Die Geschichte.

    Ich frage bewusst nicht nach Lieblingsfarbe oder Lieblingszahl. Ich will wissen: Was ist an diesem Menschen besonders? Was ist passiert, das nur ihr beide kennt? Ein Satz wie „sie hat mich jeden Sonntag um sieben angerufen, auch wenn nichts zu erzählen war“ bringt mehr als zehn Adjektive.

    Schritt 2: Ich lese jede Geschichte selbst

    Jede Bestellung lese ich persönlich. Dabei überlege ich mir eine Perspektive. Ich-Form oder Erzählform? Chronologisch oder ein einzelnes Bild, um das sich alles dreht? Manchmal ist ein einziger Satz aus deiner Bestellung genau die Zeile, um die der ganze Song gebaut wird.

    Schritt 3: Text und Produktion

    Ich arbeite mit KI-Werkzeugen, für den Text und für die Musik – daraus mache ich kein Geheimnis. Die KI liefert Entwürfe. Ich entscheide, was davon bleibt: Ich prüfe jede Zeile gegen deine Geschichte, ändere, was nicht passt, und wähle Stil, Instrumentierung und Stimmung. Oft über mehrere Versuche.

    Ich spiele selbst Piano, Bass und Gitarre. Kein Profi, aber ich höre, wenn ein Arrangement nicht stimmt.

    Das ist der Unterschied zwischen „ein KI-Song kam raus“ und „ein Song, bei dem KI das Werkzeug war und ein Mensch das Ergebnis verantwortet“.

    Schritt 4: Feinschliff und Korrekturschleifen

    Je nach Paket gibt es ein bis drei Korrekturschleifen. Die sind kein Lippenbekenntnis. Wenn ein Name falsch betont wird oder eine Zeile nicht das trifft, was du gemeint hast, wird nachgebessert.

    Die drei Preispakete von KAIonAI: Personal für 29,90 Euro, Besonders für 59,90 Euro und Meisterstück für 99,90 Euro

    Bei Personal für 29,90 Euro bekommst du einen individuell produzierten Song mit einer Korrekturschleife. Besonders für 59,90 Euro bekommt zusätzlich meinen persönlichen Feinschliff, zwei Korrekturschleifen und kommerzielle Nutzungsrechte. Meisterstück für 99,90 Euro ist die vollständige Version: drei Songversionen plus Revision, Instrumental-Stems und exklusive, uneingeschränkte Nutzungsrechte.

    Schritt 5: Die Lieferung

    In der Regel 48 bis 72 Stunden nach Zahlungseingang liegt der fertige Song in deinem Postfach – als MP3 und WAV. Beim Personal-Paket meist innerhalb von 48 Stunden. Kein Abo, keine automatische Verlängerung, keine versteckten Kosten.

    Warum ich das so offen zeige

    Weil die meisten Leute, die einen Song verschenken wollen, noch nie etwas Vergleichbares gekauft haben. Sie wissen nicht, ob am anderen Ende nur ein Algorithmus sitzt oder ein Mensch, der sich das wirklich anschaut.

    Bei mir ist es beides: KI-Werkzeuge, die schnell Entwürfe liefern, und ein Musiker, der jede Geschichte liest und den Song verantwortet.

    Und wenn du gerade überlegst, ob so ein Song zu deinem Anlass passt: Erzähl mir deine Geschichte. Für Weihnachten gilt: bis 17.12. bestellen.