Das ist Cord

Cord, KAIonAI-Charakter, grauer Alien im schwarzen Anzug mit Fedora und Sonnenbrille vor einem Sternenfeld – Cover zu "Die halbe Galaxie (feat. Cord)"

Der fünfte Charakter im KAIonAI Artist Universe ist kein Mensch.

Bay spielt auf Kante, Frieda auf Nähe, Jim auf Ruhe, Christina auf Aufbruch. Cord bringt etwas mit, das keinem von ihnen möglich war: den Blick von außen.

Cord ist ein Alien. Grauer Typ, große schwarze Augen, keine Haare. Dazu ein Faible für menschliche Kunst und Kultur, das er sich selbst nicht ganz erklären kann. Er beobachtet mehr, als er redet.

Cord, KAIonAI-Charakter, grauer Alien im schwarzen Anzug mit Fedora und Sonnenbrille vor einem Sternenfeld – Cover zu "Die halbe Galaxie (feat. Cord)"

Das klingt erst mal nach Gag. Beim Schreiben der Texte wurde daraus etwas anderes.

Die Außenperspektive erlaubt Sätze, die einem Menschen keiner abnehmen würde. Ein Mensch kann schlecht singen, dass ihn ein voller Raum überfordert, ohne dass es nach Selbstmitleid klingt. Cord kann das, weil er wirklich neu ist.

Vier Anläufe, bis der Sound saß

Bei den anderen Charakteren stand das Genre nach einer Runde. Bei Cord habe ich vier gebraucht, die im Papierkorb gelandet sind.

Erster Versuch: Vintage Cinematic Jazz. Klang für sich gut, wirkte aber zu retro. Ein Alien im Lounge-Noir-Kostüm ist Kostümfilm, keine Figur.

Zweiter Versuch: Industrial Rock. Traf weder den Text noch den Charakter.

Dritter Versuch: moderner Dance-Pop. Sauber produziert, aber der Jazz-Bezug war komplett weg – und den will ich in jeder KAIonAI-Produktion drin haben, egal in welchem Genre.

Vierter Versuch: Jazzy Synth-Pop. Endlich der richtige Stil. Der Take lief dann aber über vier Minuten, viel zu lang.

Erst der fünfte saß: moderne Pop-Produktion mit Rhodes, Jazz-Voicings und Saxofon-Akzenten statt glatter Synth-Dreiklänge. Gestrafft auf zwei Minuten sechsundzwanzig.

Wie so eine Produktion im Detail abläuft, habe ich am Beispiel von Jims Musikvideo hier aufgeschrieben.

Zwei Songs

„Die halbe Galaxie“ ist der deutsche Song. Cord hat Millionen Sterne durchgezählt, kalt und still, jeder für sich allein. Dann hört er einen Groove, der alles bewegt – und will zum ersten Mal nicht zuschauen, sondern mitten rein.

Eine Zeile aus der zweiten Strophe beschreibt ziemlich genau, warum ich KAIonAI überhaupt mache: „Keiner macht das ohne Grund – ihr sagt ihn bloß nicht, ihr singt ihn einfach.“

„Everybody’s New Here“ ist der englische Gegenpart. Der Außenseiter betritt den Raum und ist überzeugt, dass alle anderen dazugehören. Dann schaut er genauer hin. Der Selbstsichere checkt ständig sein Handy, die mit dem lautesten Lachen ist allein gekommen, und der, der den Text zu kennen scheint, singt ihn falsch.

Die Auflösung ist keine Abrechnung, sondern Erleichterung. Alle sind hier neu.

Cord, KAIonAI-Charakter, im schwarzen Anzug mit Fedora, tritt durch eine offene Tür ins goldene Licht – Cover zu "Everybody's New Here (feat. Cord)"

Warum der erste Song nicht „Nimm mich mit“ heißt

Die Hook im Refrain lautet „Nimm mich mit“. Naheliegender Titel – bis ich nachgesehen habe.

Den gibt es schon von Marius Müller-Westernhagen. Und von Nina Chuba.

Titel sind kaum schutzfähig, rechtlich wäre das also kein Problem. Praktisch schon: In der Spotify-Suche hätte ein KAIonAI-Release zwischen zwei etablierten Acts keine Chance.

Also „Die halbe Galaxie“. Steht ebenfalls im Refrain, ist Cords eigenes Bild – und in den Streaming-Katalogen frei.

Neu bei Cord: jeder Song auch unplugged

Bei Cord veröffentliche ich zum ersten Mal die Unplugged-Fassungen mit. Beide Songs gibt es also doppelt: einmal in voller Produktion, einmal reduziert.

Am Freitag erscheinen damit vier Titel:

  • Die halbe Galaxie (feat. Cord)
  • Die halbe Galaxie (unplugged) (feat. Cord)
  • Everybody’s New Here (feat. Cord)
  • Everybody’s New Here (unplugged) (feat. Cord)

Die Unplugged-Fassungen sind kein Nebenprodukt. Sie nehmen den Beat raus und lassen die Harmonien stehen – bei einem Song, der von Rhodes und Jazz-Voicings lebt, verändert das mehr, als man denkt. „Die halbe Galaxie“ klingt voll produziert nach Aufbruch. Unplugged klingt derselbe Text nach jemandem, der noch überlegt.

Man sieht den Unterschied auch auf den Covern. Alle vier zeigen Cord im schwarzen Anzug mit Fedora, aber eine Regel unterscheidet sie: Auf den Hauptcovern trägt er die Sonnenbrille, auf den Unplugged-Fassungen nicht.

Cord, KAIonAI-Charakter, ohne Sonnenbrille mit sichtbaren großen schwarzen Augen, die Brille in der Hand – Cover zu "Die halbe Galaxie (unplugged) (feat. Cord)"

Cords große schwarze Augen sind sein stärkstes Erkennungsmerkmal. Unplugged gibt er sie frei. Das ist der ganze Unterschied zwischen den Fassungen, in einem Bild.

Cord, KAIonAI-Charakter, mit der Sonnenbrille auf der Nasenspitze vor hellem Studiohintergrund – Cover zu "Everybody's New Here (unplugged) (feat. Cord)"

Wann es losgeht

Alle vier Fassungen erscheinen am Freitag, den 28. August, um 8:00 Uhr auf Spotify, Apple Music und den anderen großen Plattformen. Hauptkünstler ist KAIonAI, Cord läuft als Feature.

Seinen ersten Auftritt hat er aber schon vorher. In Christinas Musikvideo „Hamburg, fünfzig und frei“ läuft Cord den beiden immer wieder über den Weg – im pinken Anzug, bis sie ihn irgendwann bitten, ein Foto zu machen.

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