Jemand füllt das Formular aus. Wählt „Hochzeit“ oder „Danke sagen“ oder „Etwas anderes“. Schreibt drei, vier Sätze über einen Menschen, der ihm wichtig ist. Klickt auf „Song bestellen“.
Und dann?
Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird – meistens bevor überhaupt eine Bestellung reinkommt. Was passiert eigentlich mit meiner Geschichte, nachdem ich sie abgeschickt habe? Landet die irgendwo in einem System, das automatisch einen Text zusammenwürfelt? Oder liest da wirklich jemand mit?
Deshalb zeige ich hier mal komplett offen, was zwischen deinem Klick und der fertigen Song-Datei passiert.
Schritt 1: Die Bestellung

Alles startet auf kaionai.com/bestellung. Kein Konto, kein Abo, keine zwanzig Formularfelder. Du wählst den Anlass, für wen der Song ist – und dann kommt der wichtigste Teil: die Geschichte.
Genau hier entscheidet sich, wie gut der Song wird. Nicht die Technik dahinter. Die Geschichte.
Ich frage bewusst nicht nach Lieblingsfarbe oder Lieblingszahl. Ich will wissen: Was ist an diesem Menschen besonders? Was ist passiert, das nur ihr beide kennt? Ein Satz wie „sie hat mich jeden Sonntag um sieben angerufen, auch wenn nichts zu erzählen war“ bringt mich weiter als zehn Adjektive.
Schritt 2: Ich lese jede Geschichte selbst
Bevor irgendein Tool angefasst wird, lese ich jede Bestellung persönlich. Über 1.250 Mal inzwischen. Das ist der Teil, den viele nicht erwarten: Es gibt keinen automatisierten Prozess, der deine Eingabe direkt in einen Songtext schiebt.
Ich überlege mir eine Perspektive. Ich-Form oder Erzählform? Chronologisch oder ein einzelnes Bild, um das sich alles dreht? Manchmal ist ein einziger Satz aus deiner Bestellung genau die Zeile, um die der ganze Song gebaut wird.
Schritt 3: Text und Produktion
Für die Musik nutze ich KI-Tools wie Suno – daraus mache ich kein Geheimnis. Aber die Eingabe, die daraus einen Song macht, ist keine automatische Übersetzung deiner Geschichte. Ich texte selbst, wähle Stil, Instrumentierung und Stimmung. Oft über mehrere Versuche.
Ich spiele selbst Piano, Bass und Gitarre. Kein Profi, aber ich höre, wenn ein Arrangement nicht stimmt.
Das ist der Unterschied zwischen „ein KI-Song kam raus“ und „ich habe einen Song produziert, bei dem KI ein Werkzeug war“.
Schritt 4: Feinschliff und Korrekturschleifen
Je nach Paket gibt es ein bis drei Korrekturschleifen. Die sind kein Lippenbekenntnis. Wenn ein Name falsch betont wird oder eine Zeile nicht das trifft, was du gemeint hast, wird nachgebessert – bis es passt.

Bei Personal für 29,90 Euro bekommst du einen individuell produzierten Song mit einer Korrekturschleife. Besonders für 59,90 Euro bekommt zusätzlich meinen persönlichen Feinschliff, zwei Korrekturschleifen und kommerzielle Nutzungsrechte. Meisterstück für 99,90 Euro ist die vollständige Version: drei Songversionen plus Revision, Instrumental-Stems und exklusive, uneingeschränkte Nutzungsrechte.
Schritt 5: Die Lieferung
In der Regel 48 bis 72 Stunden nach Bestellung liegt der fertige Song in deinem Postfach – als MP3 und WAV. Kein Abo, keine automatische Verlängerung, keine versteckten Kosten.
Warum ich das so offen zeige
Weil die meisten Leute, die einen Song verschenken wollen, noch nie etwas Vergleichbares gekauft haben. Sie wissen nicht, ob am anderen Ende ein Algorithmus sitzt, der ihre Eingabe durchrattert, oder ein Mensch, der sich das wirklich anschaut.
Bei mir ist es Letzteres.
Und wenn du gerade überlegst, ob so ein Song zu deinem Anlass passt: Erzähl mir deine Geschichte.

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